Unsere Arbeit

Unsere Arbeit – Mit Herz und Verantwortung für Katzen in Not
Wir sind die PfotenPiloten Wetterau e.V. - ein junger Katzenschutzverein, mit
großem Herzen und klarer Mission.
Unser Engagement gilt insbesondere den Katzen, die oft keine Stimme haben: den unfreiwillig wild lebenden Streunern. Sie vermehren sich unkontrolliert, sind Krankheiten und Gefahren schutzlos ausgeliefert und führen viel zu häufig ein kurzes, hartes Leben. Genau hier setzen wir an - mit Fürsorge, medizinischer
Versorgung, Kastrationen und einem wachsamen Blick für jedes einzelne Tier.
Doch unsere Arbeit geht über die Versorgung von Streunerkatzen hinaus. Wir unterstützen auch beim Wiederfinden und Sichern entlaufener Katzen und helfen damit verzweifelten Halterinnen und Haltern, ihre geliebten Vierbeiner wieder in die Arme schließen zu können.
Ebenso übernehmen wir die oft schwere, aber wichtige Aufgabe, Totfunde zu melden und den Besitzern Gewissheit zu verschaffen - damit jedes Tier ein Zuhause findet, sei es im Leben oder im Andenken.
Wir sind noch am Anfang, aber mit Leidenschaft, Verantwortung und einem starken Team wollen wir Schritt für Schritt mehr Tierschutz in die Wetterau bringen. Bist Du Dabei?

PfotenPiloten Wetterau e.V.
Gemeinsam auf Kurs
- für Katzen in Not
Wer wir sind und unser Weg in den Tierschutz
Franzi
Mein Weg in den Tierschutz begann ungeplant und aus einem sehr persönlichen Anlass. Als meine eigene Katze plötzlich vermisst wurde, habe ich mich intensiv mit der Suche nach entlaufenen Tieren beschäftigt. In dieser Zeit erhielt ich erstmals einen direkten Einblick in die praktische Tierschutzarbeit – in die Sorgen, die Hoffnung, aber auch in die Realität, mit der viele Katzenhalterinnen und Katzenhalter konfrontiert sind.

Während dieser Suche kam es auch zu zwei Totfunden, die ich im nahegelegenen Tierheim abgegeben habe. So schmerzhaft diese Situationen waren, wurde mir dabei bewusst, dass dies manchmal das einzig „Gute“ ist, das man noch tun kann: den Halterinnen und Haltern Gewissheit zu geben und sie nicht in belastender Ungewissheit darüber zu lassen, was mit ihrem Tier geschehen ist. Meine eigene Katze kehrte nach fünf Tagen glücklicherweise wieder nach Hause zurück – die Erfahrungen dieser Zeit haben mich jedoch nachhaltig geprägt.
Aus diesen Erlebnissen heraus begann ich, ehrenamtlich im Tierheim mitzuarbeiten. Mein Schwerpunkt entwickelte sich schnell im Bereich der Sicherung von verwilderten sowie vermissten Hauskatzen. Durch den engen Austausch mit erfahrenen Tierschützerinnen und Tierschützern konnte ich mir innerhalb kurzer Zeit umfangreiches praktisches Wissen aneignen und zunehmend eigenständig Sicherungen durchführen.
Zur fachlichen Absicherung meiner Arbeit habe ich einen Fallenschein erworben und einen Lehrgang zum behördlichen Umgang mit verwilderten Katzen absolviert. Das notwendige Equipment ist vorhanden und wird stetig erweitert und optimiert, um Sicherungen effektiv, sicher und tierschutzgerecht durchführen zu können.
Als ich meine heutigen Vereinskolleginnen kennenlernte, hatte ich bereits zahlreiche Katzen gesichert. Schnell zeigte sich, dass wir sehr gut zusammenarbeiten und dieselben Werte teilen. Aus diesem gemeinsamen Verständnis heraus entstand die Idee, unsere Arbeit in einem eigenen Verein zu bündeln, um noch strukturierter und nachhaltiger helfen zu können.
Seit Juli 2025 sind wir aktiv im Einsatz. Bis zum Jahresende konnten wir 56 Katzen sichern, medizinisch versorgen und kastrieren lassen, um weiteres Leid durch unkontrollierte Vermehrung zu verhindern. Ein Teil der Katzen konnte anschließend in geeignete neue Zuhause vermittelt werden. Im September 2025 wurde unser Verein offiziell gegründet. Seitdem engagieren wir uns gemeinsam und mit Überzeugung für Katzen in Not.
Katharina

Tiere begleiten mich, seit ich denken kann. Als ich aufgewachsen bin, war der Umgang mit Tieren vielerorts noch ein anderer als heute. Vieles wurde nicht hinterfragt, sondern einfach hingenommen. Schon als Kind hat
mich das sehr beschäftigt und ich konnte schwer verstehen, warum
Tiere nicht als fühlende Lebewesen mit eigenen Bedürfnissen gesehen wurden.
Für mich stand früh fest: Wenn ich Verantwortung für ein Tier übernehme, dann möchte ich es besser machen. Als meine Eltern Katzen aus dem Tierheim aufnahmen, bekam ich erste Einblicke in den praktischen Tierschutz und beschäftigte mich zum 1. Mal mit diesem Thema.
Über die Jahre war ich immer wieder dort im Tierschutz aktiv, wo gerade Hilfe gebraucht wurde. Bei der Sicherung aus-gesetzter Hausratten am Bahnhof in Langgöns lernte ich engagierte Menschen kennen und erhielt Einblicke in unterschiedliche Bereiche der Tierschutzarbeit. Ich unter-stützte eine private Auffangstation für Hunde in Rumänien, wurde zum 1. Mal Pflegestelle und half eine Weile in einem Tierschutzverein aus, bis ich merkte, dass verantwortungs-voller Tierschutz für mich andere Maßstäbe setzt.
Im Mai 2025 wurde dann aus gelegentlicher Unterstützung sehr konkrete Verantwortung: Fünf kleine Kitten, die gefunden worden waren, kamen in meine Obhut und schnell war klar, dass das keine kurzfristige Aufgabe werden würde. Es zeigte sich, dass es in Lich ein größeres, bislang wenig sichtbares Problem gab: eine Streunerkolonie und verzweifelte Anwohner, die Hilfe brauchten. In dieser Zeit fanden wir als heutiges Team zusammen. Aus dem gemeinsamen Anpacken entstand die Idee, unsere Kräfte zu bündeln und einen eigenen Verein zu gründen.
Als 2. Vorsitzende verantworte ich die Finanzen, organisatorische Abläufe und unsere Öffentlichkeitsarbeit. Durch meine berufliche Tätigkeit im Finanzbereich bringe ich entsprechende Kenntnisse mit. Gleichzeitig packe ich praktisch mit an, wo Hilfe gebraucht wird, z.B. bei Sicherungen, Transporten, usw.
Mich treibt vor allem mein Mitgefühl für Tiere an und die Überzeugung, dass wir alle Verantwortung tragen. Zu sehen, wie groß der Handlungsbedarf selbst in unserer direkten Umgebung ist, hat mich nachdenklich gemacht. Wegsehen ist keine Option - ich möchte helfen und Probleme aktiv anpacken. Tierschutz bedeutet für mich Herz und Verstand im Gleichgewicht: Mitgefühl allein reicht nicht – es braucht auch Struktur und langfristiges Denken. Genau dafür setze ich mich ein.
